Spam Emails – Ursachen und Schutz

„Warum erhalte ich so viele Spam-Emails?“

Die Ursachen dafür können vielseitig sein. Meistens wird Werbung anhand von Email-Adresslisten verschickt, die der Absender legal oder illegal erworben oder erstellt hat. Wie diese Listen genau erstellt werden erfahren Sie in diesem Artikel.

Werbelisten auf legalem Weg

Dass bei der Preisgabe persönlicher Daten im Internet es jedem Besucher (auch jedem Internet-Suchroboter / Algorithmus) möglich ist, diese einzusammeln, braucht vermutlich nicht weiter erläutert zu werden. Beispiele hierfür sind das Impressum der eigenen Internet-Seite, öffentliche Angaben in sozialen Netzwerken oder Foren. Hierbei werden die persönlichen Daten automatisch und im Hintergrund gesammelt.

Online-Gewinnspiele hingegen locken den Besucher zur aktiven Preisgabe Ihrer Daten und dienen schätzungsweise zu 80% ausschliesslich dem Zweck, legale Email-Listen aufzubauen. In den Teilnahmebedingungen muss häufig das Einverständnis gegeben werden, dass Ihre Email-Adresse für Vermarktungszwecke an „Medien-Partner“ oder ähnliches weitergereicht werden darf. Wieviele „Partner“ auf diesem Weg Ihre Emailadresse erhalten, erfahren Sie in der Regel nicht, ebenso nicht, ob die Partner Ihre Adresse nicht ebenfalls weiter verkaufen.

Mit der Teilnahme an Online-Gewinnspielen mit derartigen Bedingungen steht der unerwünschten Werbung Tür und Tor auf in Ihren Posteingang. Fairness halber muss auch darauf hingewiesen werden, dass es auch redliche Anbieter von Online-Gewinnspielen gibt, z.B. im Zusammenhang mit Kundenbefragungen. Achten Sie künftig stets auf die Seriösität des Anbieters und die Teilnahmebedingungen.

Da mit der Teilnahme meistens noch weitere persönliche Daten erfasst werden, fällt es auch den Spam-Filtern schwer zu erkennen, ob die Werbemail erwünscht ist oder nicht. Dies gilt auch für den nächsten Punkt:

Newsletter, eBooks und andere kostenlose Goodies

Ein weiterer beliebter Weg unter Online-Marketern zum Aufbau von Mailinglisten. Auch wenn augenscheinlich von solchen Anbietern häufig nur Info-Mails statt Werbung verschickt werden, können diese Mails nerven, sind jedoch auf legalem Weg in Ihren Posteingang gelangt.

In den meisten Fällen sollte es möglich sein, den Erhalt dieser Werbe- oder Info-Mails wieder abzubestellen. Meistens steht am Ende dieser Mails ein „unsubscribe“ oder „Abmelde“ Link dafür bereit. Alternativ bieten einige Mail-Provider eine sogenannte Blacklisting-Funktion an (so auch Macbay mit dem neuen Spam-Filter-System).

Werbelisten auf illegalen Weg

In den letzten Jahren haben immer mal wieder Nachrichten die Runde gemacht über gehackte Portale, z.B. von Sony, Adobe etc. Schlimmstenfalls wurden dabei Kreditkartendaten erfasst und missbraucht, doch auch die Email-Adressen der in diesen Portalen registrierten Mitgliedern können Hacker verwerten. Grundsätzlich ist jede Webseite mit einer eigenen Mitglieder-Liste ein potentielles Angriffsziel, daher sollten Webmaster und Entwickler versuchen solche Projekte besonders gut zu schützen.

Doch auch ein kompromittierter Email-Account – neudeutsch auch „gehackter“ Mailaccount genannt – einer Person, mit der Sie Emails ausgetauscht haben, kann eine fruchtbare Quelle für Spammer sein, sofern das Opfer seine Nachrichten in seinem Account aufbewahrt. Auch hier können potentiell Listen mit validen Email-Adressen und dazugehöriger Anrede, Vorname und Name erfasst und für den Spam-Versand missbraucht werden.

Schutz vor Spam

Vorbeugend gilt, so wenig persönliche Daten wie möglich öffentlich im Netz zur Verfügung zu stellen und bei Online-Gewinnspielen und kostenlosen Angeboten genau auf die Teilnahmebedingungen zu achten. Optimal wäre natürlich gar nicht erst teilzunehmen, doch das ist Geschmacksache.

Als potentieller Verursacher von Spam-Listen kommen Leute in Frage, die für Ihre Webseiten und Email-Konten unsichere Passwörter verwenden. Abhilfe verschaffen hier Tools wie das beliebte 1Password, welches auch wir schon seit Jahren nutzen.

Wer bereits zu viel Info-Mails und Werbung legal erhält, kann die Newsletter-Abmelde-Funktionen am Ende der meisten Mailings nutzen. Bei illegaler Werbung hilft dann nur noch der Spam-Filter. Für Macbay-Kunden wird bereits seit 2016 sukzessive ein neues Spam-Filter-System freigeschaltet, das im Hintergrund bereits erfolgreich seinen Dienst verrichtet.